Rückabwicklung Lebensversicherung

Sie wollen Ihre Lebensversicherung verkaufen, kündigen oder beleihen?
Lassen Sie vorab prüfen, ob Ihr gesamter Versicherungsvertrag per Widerruf und Rückabwicklung aufgelöst werden kann.

Bei vielen Lebensversicherungsverträgen, die zwischen 1995 und 2007 abgeschlossen wurden, sind die Widerrufsbelehrungen unwirksam oder unzureichend. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 07.05.2014 entschieden (Aktenzeichen IV ZR 76/11), dass in diesen Fällen das Widerrufsrecht zeitlich unbegrenzt ausgeübt werden kann. Wird das Widerrufsrecht ausgeübt, kommt es zur Rückabwicklung der Lebensversicherung. Das bedeutet: Sämtliche einbezahlten Beiträge sowie anteilige Zinsen müssen dem Versicherungsnehmer erstattet werden – lediglich für den bis zum Widerruf gewährten Risikoschutz darf ein Abzug gemacht werden. Provisionen und Verwaltungskosten dürfen vom Versicherer dagegen nicht abgezogen werden.

Wann ist die Rückabwicklung einer Lebensversicherung möglich?

Die Rückabwicklung einer Lebensversicherung ist dann möglich, wenn bei Abschluss des Vertrages formale Fehler gemacht wurden. Diese Fehler können dazu führen, dass Sie selbst viele Jahre später noch vom gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen können. Das kann sogar dann noch funktionieren, wenn der Vertrag bereits gekündigt und der Rückkaufswert ausbezahlt wurde.

Was bedeutet Rückabwicklung?

Bei einer Rückabwicklung werden Sie so gestellt, als wäre der Vertrag nie geschlossen worden. Bezahlte Beiträge werden ohne Abzug von Provisionen, Abschlussgebühren oder sonstigen Kosten zurückerstattet.

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